Aktuelles - Minigolf in Sachsen-Anhalt

Deutsche Jugendmeisterschaft 2017 in Neheim-Hüsten

A wie Anreise

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Unterwegs mit Martin Hänßgen, Magnus Lauf, Lukas Haupt, Lukas Schrader und Lars Sprengkamp (Spieler) und mit Sabine und Michael Burkert, Kevin Leickel und Thomas Schmeier (Betreuer)

Am Samstag "davor" sind meist alle da. Damit die Bahnen vom Buch mit sieben Siegeln zu einem offenen Buch werden. Doch vor dem Fest der Asse braucht's eine gute und sichere Fahrt. Das war schon vor genau 40 Jahren so. Da fuhren z.B. Helmut Tophinke und August Hannemann mit meinem Bruder, meinem Kousin, einem weiteren Fussballer, der zum Minigolfer "mutierte" und mir vier Jungs im zarten Schüleralter ins Saarland zur DJM. Für uns war das damals - nach der Klassenfahrt - der erste längere Ausflug ohne Eltern, dafür mit sportlicher Ambition. Und es gab sogar am Ende Grund genug, gemeinsam zu feiern.
Erst später weiß man aber erst wertzuschätzen, was es bedeutet, dass da Menschen ihren Urlaub zum Fahrdienst plus Minigolf-Betreuerjob einsetzten. Ehrenamt pur - das kann man nicht hoch genug einschätzen. Zum Glück ist das heute auch noch so. Und so werden zeitig Koffer gepackt, vor allem Ballkoffer, und dann Kilometer geschrubbt, Quartier bezogen, bevor die Auseinandersetzung mit den Bahnen beginnt. Ab Donnerstag zählt's.

Dank an alle Trainer, Betreuer, Fahrer und Fans.

Neheim

 
B wie Bälle 

Jeder Sprinter könnte länglich über Spikes reden, jeder Formel 1-Fahrer über die richtigen Slicks auf dem jeweiligen Kurs, jeder Skispringer über die Skier, die ihm auf der Schanze eine maximale Beschleunigung verschaffen – und jeder Minigolfer weiß, wie wichtig der optimale Ball an jeder Bahn ist. Davon gibt es Tausende. Und das Training vor einem Turnier dient dazu, den richtigen zu finden. Den, der auch aus einem „nur“ 90-prozentig guten Schlag ein Ass zaubert, weil er nach dem IKEA-Prinzip funktioniert: ‚Entdecke die Möglichkeiten‘ (zum Ass). Für den Minigolfer sind Bälle wichtiger als Schläger, sie ersetzen aber nicht den guten Schlag. Sie verlängern ihn gewissermaßen in dem spannenden Moment, in dem man weiß: Ich habe alles getan für das Ass – nun, Ball, bist Du dran. 
Schreibt man über Minigolfbälle, gibt es verschiedene Möglichkeiten dies zu tun. Über den ersten Ball, den Lieblingsball, das teure „Schätzchen“, überhaupt die Preisentwicklung oder andere „Ballbeziehungen“ kann man schreiben. Dieser Text wird sich noch weiter ‚entwickeln‘, heute fangen wir mal an mit „Bälle-PR“ und dem „Ball zum Turnier“.

B wie Bälle-PR

Die These: Wenn man Minigolf für die Presse darstellt, darf man nicht zu viel über Bälle sprechen. Denn wer darüber spricht, minimiert die Vorbereitung auf den perfekten Schlag (Konzentration), die Durchführung desselben (Präzision) und die Freude darüber, dass er gelingt (Emotion). Wer ausführlich über die Orte spricht, wo Bälle warm gehalten werden, wer über Heizkoffer philosophiert, der findet bei Journalisten ein offenes Ohr – und sorgt dafür, dass Minigolf als Kuriositätensportart rüberkommt. Denn die Zeilenzahl im Zeitungsartikel oder die Minuten für den Fernsehbericht sind eng begrenzt, wenn dann die Rahmenbedingungen für den Sport den Wettbewerb überlagern, wird’s Negativ-PR. Und wer lang und breit darüber spricht, dass X zum Turnier in Y wie-viele-auch-immer-Bälle mitgebracht hat, die im Schnitt heute 17 Euro kosten, macht nur eines beim Empfänger der Nachricht: Er vermittelt die Botschaft, dass das ein Sport für (freundlich gesagt) Enthusiasten ist, jedenfalls keiner mit niedrigen Einstiegshürden. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Bei aller Kritik an der Preisentwicklung: Das „Einsteigerpaket“ (Schläger und fünf Turnierbälle) bekommt man für unter 100 Euro. Beim MSK Neheim-Hüsten lässt man die Kinder anfangs kostenlos mittrainieren und es gibt eine Grundausstattung für die, die denken: Das ist mein Sport. Dann – das zeigen die letzten Jahren in diesem Verein – klappt’s auch mit dem Nachwuchs.

B wie Ball zum Turnier

Es ist seit vielen Jahren guter Brauch (und dient zurecht natürlich auch der PR und dem Geschäft der Anbieter), dass es zu den großen Turnieren einen eigenen Ball gibt, eigentlich sind es drei, denn den Ball gibt’s meistens in lackierter, unlackierter und Raulackversion. Schön ist’s wenn der Ball auch direkt auf der Anlage eingesetzt werden kann. Hier z.B. kann man den „DJM 2017“ bei der DJM 2017 gut ins Rollen bringen, an der 2 auf Beton, in unlackierter Form am Winkel, den Raulack an der 5 auf Beton, wenn's nass ist, und an der 14 mit Dreifachbande.

B wie Blau-Weiß

Magdeburger sind Fußballfans. Minigolf-Magdeburger sowieso. Ganz klar, dass uns die Vereinsfarben des 1. FC Magdeburg bei der DJM 2017 (mit Fahne und Schals in unserer Sitzecke) begleiteten - inkl. eines Online-Grußes für eine der vielbevölkerten Facebook-Gruppen des FCM, der auf große Resonanz stieß. Werbung für Minigolf mal anders ...

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C wie Chancen

Manche haben richtig gute Siegchancen, manche können gewinnen, wenn alles passt, andere sind eigentlich vor dem ersten Schlag chancenlos. Aber halt: Wunder gibt es immer wieder (Katja Ebsteins Lied beim Grand Prix de la Chanson in den 70er-Jahren). Und Chancen auf den Sieg sind nicht alles, was einen sportlichen Wettkampf ausmacht. Manche nutzen die Chance, gewinnen an Erfahrung, um im nächsten Jahr vorne dabei zu sein. Manche spielen DIE Runde ihres Lebens oder schaffen noch eine ganz besondere Runde nach einem "Otto" auf einer schweren Bahn. Und manche nutzen irgendwann später die Erfahrungen, die sie durch den anspruchsvollen Wettbewerb gesammelt haben. Viele trainieren jetzt gerade mit einer Dauer und Intensität, die sie sonst selten oder jetzt erstmals an den Tag legen. Ziemlich hingebungsvoll begleitet durch Trainer, Betreuer und "Schlachten-bummler". Jeder von denen, der am Donnerstagmorgen seine erste Runde auf der Anlage des MSK Neheim-Hüsten spielt und Teil der DJM 2017 ist, wird mal davon erzählen können. Vielleicht erzählt er/sie von der Konzentration auf die Schläge, von der Präzision, die man jetzt schon auf den Videos von der Anlage sehen kann, und der Emotion nach Titeln, Medaillen oder anderen besonderen Leistungen. Konzentration und Präzision in der Präzisionssportart Minigolf sind für jede Bildungsbiografie wichtig und später im Arbeitsleben unentbehrlich. Emotion macht das Leben insgesamt lebenswert. Also ist jede Runde bei einem solchen Turnier ein bisschen auch eine Chance oder sogar Schule für's Leben. 

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D wie Dellmann

So eine DJM lebt von denen, die bei der Vorbereitung und Durchführung immer dann da sind, wenn sie gebraucht werden. Die Fäden hält Christoph Dellmann, der 1. Vorsitzende des MSK Neheim-Hüsten, zusammen. Die kleine Protokolltafel am Platz zeigt: Auch heute spielt er noch erstklassig, freut sich aber noch mehr, wenn er mit "Ömmes" Krane als Betreuer die eigenen Kids auf dem Platz begleitet und zu erstklassigen Leistungen führt. 2015 bei der DJM, war Christoph Dellmann unverhofft selbst Gegenstand eines Programmpunkts bei der Siegerehrung. Der Sportwart der Deutschen Minigolfsport Jugend, Volker Missonier, ehrte ihn „für besondere Verdienste um die Förderung des Minigolf-Jugendsports“. Standing Ovations und lang anhaltender Beifall bei allen im Saal.

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E wie Entscheidung

Bei den Schülerinnen gewann in der Kombination Selina Krauss vom 1. MGC Mainz. Zweite: Johanna Jung (Bad Homburg), Dritte: Chiana Saft (Olching). Bei den Schülern war ebenfalls ein Mainzer vorn: Selinas Bruder Silvio gewann vor Kenny Schmeckenbecher (Lüdenscheid) und Tom von Diejen (Bensheim-Auerbach).
Eine klare Angelegenheit für Nationalspielerin Sarah Schumacher (Tuttlingen) war die Kombinationswertung bei den Juniorinnen. Sie gewann vor ihrer WM- und Nationalmannschaftskollegin Maike Haupt (Dormagen-Brechten) und Melanie Jurgeleit (Murnau). Ebenfalls eine Sache für einen Nationalspieler war die Entscheidung bei den Junioren: Benedikt "Bärchen" Schwickert (BSV Inzlingen) gewann vor dem wiedererstarkten Kilian Horn (1. MGC Mainz) und Severin Blümer (HMC Büttgen).

Die Mannschaftstitel gingen an die SG Neheim-Hüsten/Lüdenscheid bei den Schülermannschaften und den 1. MGC Mainz bei den Jugendmannschaften.
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Alle Ergebnisse, u.a. die Entscheidung in den "Abteilungswertungen": http://minigolfsport.de/

E wie Eröffnung

Das war schon stilvoll: Sparkassenvorstand Schelle, mit seiner Institution Sponsor der DJM 2017, versenkte an der Schlussbahn des kleinen „Promiwettkampfes“ mit Schirmherr Prof. Dr. Sensburg MdB (CDU)den Ball am Blitz zum Ass. Lauro Klöckener und Kenny Schmeckenbecher von der SG Neheim-Hüsten/Lüdenscheid hatten‘s vorgemacht. Die Assspur „glühte“ …  Die Sparkasse hatte anlässlich der Eröffnung der DJM 2017 für jeden Teilnehmer und Betreuer einen Ball spendiert. Mit dem spielte Kenny gleich einmal ein Ass an der 2 auf Beton. Zu Beginn der Eröffnungsfeier gab‘s Riesenbeifall für das Geschenk … und am Ende das Ass des Sponsors. Passt.

Kurze Reden, die Nationalhymne, dann die Auslosung der Mannschaften und der Promi-Wettkampf, zum Schluss Fingerfood und Getränke für alle Gäste - diesmal nicht, wie sonst gelegentlich in Neheim bei großen Events— bei Hagel oder Gewitter, sondern bei angenehmen Temperaturen. So soll‘s weitergehen.

https://www.facebook.com/1515576665328345/videos/vb.1515576665328345/1967647900121217/?type=2&theater&notif_t=like&notif_id=1499805414986424

F wie famos

Famos war die erste Runde auf Beton für die Junioren der MGF Magdeburg. Trainingsleistungen abgerufen, geteilter fünfter Platz. Erinnerungen kamen auf an eine fast surreale Zeit, die sechste Runde in Tuttlingen, als zwei der drei, die in Neheim-Hüsten am Start waren, völlig überraschend mit ihrem Team der "kaum-Turniere-Gespielten" an der Spitze lagen ... - tempi passati. Nach dem schönen Einstieg eine unerklärliche Eternitrunde, danach fehlten die Toprunden für einen besseren Platz als den 10. Macht nichts. Hat trotzdem viel Spaß gemacht.

famos

G wie Geschichte

Es macht Spaß, ab und zu mal in die Geschichte unseres Sports einzutauchen: Ende der 50er-Jahre entstand am Möhnesee, Südufer 2 die erste Betonbahn. 2015 wurden hier alle Bäume abgeholzt https://www.soester-anzeiger.de/lokales/moehnesee/moehnesee-suedufer-holzeinschlag-minigolfplatz-4758850.html. Heute ist's hier wieder sehr schön. Am Mittwochnachmittag hatten die MGF Magdeburg jedenfalls viel Spaß vor Ort. Zur Geschichte des Minigolfsports siehe https://www.minigolfsport.de/pdf/Der%20Verband/Der%20Minigolfsport/Geschichte%20des%20Minigolf/praesentation_minigolfgeschichte_2016.pdf
Mehr Fotos: https://www.facebook.com/pg/Bahnengolfverband-Sachsen-Anhalt-eV-1515576665328345/photos/?tab=album&album_id=1971119519774055

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H wie Haupt

Interview mit Lukas Haupt (MGF Magdeburg): Dein viertes Turnier, Deine erste Deutsche Meisterschaft - was hat Dir besonders gefallen?
Es war etwas Besonderes für mich. Ich hatte viel Spaß mit dem Team, habe mit 27 auf Eternit die bisher beste Runde meines Lebens gespielt, habe meine Startnummer von Weltmeistern signieren lassen, habe sieben Bälle ergattert, habe Altmeister Egon Schacke kennengelernt. Und besonders gefallen hat mir unser Motto zur DJM in Neheim-Hüsten: Pötten für den Weltfrieden.

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H wie Hochteller

"Fehlschlägesammelstelle" auf Eternit. Manch gute Runde ist hier zuende. Denn das Tempo muss genau stimmen, soll der Ball auf den Teller gelangen und dort nicht runterfallen.

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I wie Ideen

Gute Ideen braucht man überall. Wer gute Ideen für Nachwuchsarbeit im Minigolf braucht, ist in Neheim-Hüsten richtig. Bei der DJM 2017 gewann die SG Neheim/Lüdenscheid Gold bei den Schülermannschaften, der MSK Neheim-Hüsten Silber bei den Jugendmannschaften.

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J wie Jugend

In der Jugend liegt die Zukunft. Das gilt auch für den Sport. Wer an der Zukunft des Minigolfsports zweifelt, sollte eine Jugend-"Deutsche" besuchen. 2017 haben wir wieder mehr Mannschaften am Start. Das hat auch mit den Spielgemeinschaften zu tun, die in anderen Sportarten längst das Mittel der Wahl sind, um - insbesondere im ländlichen Raum - das Sportangebot aufrecht zu halten. Für Minigolfvereine geht es - im Unterschied zum Fußball - darum jeden Einzelnen langfristig zu binden. Eine Spielgemeinschaft bietet einigen die Chance, ein solch schönes Event wie die DJM auch im Team zu erleben und (zusätzlich) Erfolge zu sammeln. Es könnte noch mehr davon geben.
Schaut man auf die Leistungen, stehen diese in der Spitze der Deutschen Meisterschaft der Allgemeinen Klasse jüngst in Murnau bzw. 2007 in Neheim-Hüsten wenig nach. Beispielsweise 79 auf drei Betonrunden, gestern gespielt von Robin Dickes, sind schon erste Sahne.

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J wie Jung

Interview mit Johanna Jung (Homburg), Silber in der Kombination, Gold auf Beton und Bronze auf Eternit: Was hat Dir bei der DJM besonders gefallen? Dass ich so gut betreut, gut behandelt und dass sich richtig gut um mich gekümmert wurde.

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J wie Jury

In der Jury verteten sind ein DMJ-Vertreter, der Oberschiedsrichter und der Turnierleiter, dazu je ein Vertreter eines jeden Landesverbandes, der bei dieser Meisterschaft vertreten ist

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K wie Klaus

Interview mit Liana Klaus (BGC Bremen), Silber auf Eternit und dabei mit einer 20 eine der Toprunden der DJM 2017: Deine erste Deutsche Meisterschaft - was hat Dir besonders gefallen?
Das Zusammenspielen mit Jugendlichen aus verschiedenen Regionen Deutschlands, ein super tolles Miteinander.

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K wie Kondition

Minigolf ist eine Präzisionssportart. Da kommt es darauf an, die Leistung 18x auf den Punkt genau auf die Bahn zu bringen. Wer das an einem Tag sechs Runden lang über einen Zeitraum von neun Stunden schaffen will, der muss fit sein. Denn Konzentration und Präzision fallen leichter, wenn man sich nicht von Bahn zu Bahn schleppt. Wer Höchstleistungen bringen will, der macht auch ein ('runtastic') Fitnessprogramm. Und mancher der Top - Minigolfer engagiert sich noch erfolgreich in einer anderen Sportart. Das sind oft die, die beim Festbankett häufiger zur Siegerehrung gebeten werden.

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L wie Labyrinth

Tricky, das "Laby" auf Eternit - weil kein einfacher Bandenschuss, vor allem bei Regen (deshalb die Handtücher), der aber zum Glück weitgehend ausblieb.

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L wie "Läuft bei Dir?"

Schönstes Trikotmotiv dieser DJM: das T-Shirt, das nicht nur an sich denkt ... :-)
läuft

M wie MSK Neheim-Hüsten

Genau 50 Jahre nach der Gründung wurde am 01. Juli 2017 auf der Minigolfanlage gefeiert. Neben Gründungsmitgliedern, Sponsoren, Vertretern des Stadtsportverbandes und des Sportbüros, Vertretern des Landesverbandes, alten Weggefährten von befreundeten Vereinen waren auch der Bürgermeister der Stadt Arnsberg, Hans-Josef Vogel, und der Präsident des Deutschen Minigolfsport Verbandes, Dr. Gerhard Zimmermann, der Einladung des MSK gefolgt. Mit einem Rückblick auf die letzten 50 Jahre Vereinsgeschichte des MSK eröffnete Christoph Dellmann die Veranstaltung. Bürgermeister Vogel dankte dem Verein für das große Engagement rund um den Minigolfsport. Besonders hervorgehoben hat er, dass der Verein mit seiner tollen Minigolfanlage im Arnsberger Stadtwald eine tolle Freizeitmöglichkeit für Arnsberger Familien bietet. Auch die vielen internationalen und nationalen Erfolge, die der MSK bisher nach Arnsberg geholt hat, fanden große Anerkennung.
Das Organisationsteam um den Vorsitzenden Christoph Dellmann hatte im Vorfeld das Klubhaus mit zahlreichen Bildern und Zeitungsartikeln aus der 50-jährigen Vereinsgeschichte „dekoriert“. Diese animierten natürlich dazu, so manche Anekdote zum Besten zu geben. Gut gestärkt vom reichhaltigen Buffet wurde bis spät in die Nacht gefeiert. Es passt zum 50-jährigen Bestehen des Vereins, dass er in diesem Jahr die Deutsche Jugendmeisterschaft ausrichtet. Gewissermaßen ein Statement für die Zukunft des Minigolfsports in der Region und in Deutschland insgesamt.

N wie Naturtalent

Kenny Schmeckenbecher aus Lüdenscheid spielte gestern vier Traumrunden: 103 auf Beton. Deutscher Meister bei den Schülern mit dem besten Ergebnis aller Teilnehmer auf Beton, mit fünf Schlägen Vorsprung auf den ebenfalls sehr guten Silvio Krauss vom MGC Mainz und zehn Schläge vor Raphael Hintermeier, der für den BGC Neutraubling eine tolle Bronzemedaille holte.
->http://www.minigolf-neheim.de/live_ergebnisse/djm2017/222.htm

kenny

N wie Nässe

"Neheim ist ein Regenloch", sagte ein Minigolfer. Er hat nicht völlig unrecht. Aber Petrus, der Wettergott, hatte es während der DJM so eingerichtet, dass der Regen in der Nacht kam. Minigolfer sind Freiluftsportler - haben Handtücher ohnehin zum Saubermachen der Bahn am Start. Doch keiner spielt gerne im Regen.

laby

O wie Oldhafer

Torben Oldhafer (TSV Salzgitter, Bronzemedaillengewinner bei den Schülermannschaften): Deine erste Deutsche - was hat Dir besonders gefallen?
Mir hat am besten gefallen, dass man untereinander sich so gut verstanden hat, obwohl man untereinander eigentlich Konkurrenz war.

oldhafer

O wie Organisation

Alles läuft. Viele Vereinsmitglieder engagieren sich. Der Vereinsvorsitzende amtiert gerade als Starter. Passt zu den sportlichen Topleistungen des NRW-Referenzvereins bei der DJM auf heimischem "Gelände".

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 P wie Pistenplan

Minigolf verraten ihre Geheimnisse (Bälle, "Züge" der Bahn ...) - fast immer, fast alle. Sie notieren diese in Pistenplänen, die auf Zetteln, in Ordnern oder auf dem Handy verfügbar sind. 

Pistenplan

P wie Projektmanagement

Eine "Deutsche" ist ein Projekt. Zuerst für die den Verein, der sich eine "Deutsche" zutraut und schultern kann. Für  den MSK Neheim-Hüsten war das eine "Deutsche" auf Zuruf, da der eigentlich vorgesehene Veranstalter in Bad Münder die Segel streichen musste. Gut, dass dann ein bewährter Verein einspringen konnte.

Die "Deutsche" ist auch für jeden Verein, der daran teilnimmt, ein Projekt, das ordentlich geplant werden will. Eines, das für die MGF Magdeburg nur durch die Unterstützung von Sponsoren zu bewältigen ist, denn die Reise nach NRW, Übernachtungen, Verpflegung und der eine oder andere neue Ball, der die Asschancen an der einen oder anderen Bahn optimiert, kosten Geld. Herzlichen Dank unseren Sponsoren Regiocom (schon seit vier Jahren!), Johannes-Schulstiftung der Evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, Zahnärztin Stefanie Benzner, Uta Freifrau von Loen, Birgit Riedel, Hans-Otto Thielicke, Jürgen Wedler, Ehrenamtsförderung der Deutschen Bahn, BVSA und MGF Magdeburg für ihre Unterstützung.

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Q wie qualifiziert

Nur die Besten erreichen die finale Doppelrunde. Lukas Schrader ist in der Kategorie Schüler männlich mit dabei.
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Q wie Quereinsteiger

Erst spielte er Fußball, aus irgendwelchen Gründen aber nicht im Verein, dann ging's zum Minigolf, zunächst in eine kleine AG mit anderen Grundschülern der GS Kritzmannstraße, dann zu den Grundschulmeisterschaften der MGF Magdeburg, dann in den Verein ... und jetzt spielt er schon seine vierte Deutsche Meisterschaft: Wanne-Eickel 2014, Tuttlingen 2015, Weinheim 2016 und jetzt Neheim-Hüsten 2017.
Die ganze Geschichte, wie Lukas zum Minigolf kam und was der Sport für ihn bedeutet, kann man hier lesen: http://archiv.magdeburg-kompakt.de/talent-ass-im-minigolf/

Es ist eine große (und noch nicht genutzte) Chance für den Minigolfsport, Quereinsteigern als neue oder Anschlusssportart zu dienen. Denn es gibt (auch) in anderen Sportarten nicht so viele Vereine, die systematisch "Zukunftsarbeit" machen, d.h. sich fragen, wo soll mein Verein in zehn, zwanzig, dreißig Jahren sein?! Und was bedeutet das für die Organisation, das Marketing und das Angebot in meinem Verein?

R wie Romanyak

Interview mit Lisa Romanyak (BGC Leipzig): Deine zweite Deutsche - was hat Dir besonders gefallen?
Am meisten hat mir gefallen neue Bekanntschaften schließen zu können und Erfahrungen im spielerischen sowie kommunikativen Bereich gesammelt zu haben.

lisa

R wie Rücklauf

Minigolf in Neheim-Hüsten ist Minigolf am Hang. Das bedeutet: Man hat auf vielen Bahnen häufig nur eine Chance. Vorlauf oder Rücklauf "gegen" das Gefälle. An der 14 auf Beton spielen einige einen schnellen Ball auf Dreifachbande mit Vorlauf- und kleiner Rücklaufchance. Andere, hier die Mainzer Schülerin Selina Krauss, spielen einen weichen, langsamen Ball auf Rücklauf links vorbei (vom Spieler aus gesehen).

selina

R wie Regenunterbrechung, Regenloch oder Regenarbeiter

"Neheim ist ein Regenloch", so ein Minigolfer im Vorfeld der DJM 2017. Doch Petrus, der Wettergott, hatte es gut mit den Minigolfern gemeint. Der Regen kam oft in der Nacht. Und die erste Regenpause gab es erst am Schlusstag um 12.27 Uhr. Sie war kurz und hielt den Lauf der Dinge nicht auf. Denn die Regenarbeiter machten sich mit Flitsche und Handtuch sofort an die Arbeit, um all die Stellen zu erreichen, die von den Regenschirmen nicht abzudecken waren. Auf den Zuschauertribünen blieben die Regenjacken im Rucksack. Schließlich konnte man es sich unter dem großen Zelt des MSK bequem machen.

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S wie Schrader oder S wie Schild

Für die Besten gibt's ein Schild - für diejenigen, die die finale Doppelrunde erreichen. Hier wird gerade im Turnierbüro das Schild mit der Turniergruppe bei den Schülern angefertigt, in der Lukas Schrader spielte, der bei den Schülern 9. wurde.

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S wie Schumacher

Ein Interview mit Silvia Schumacher (Tuttlingen)
Deine dritte Deutsche Meisterschaft - was hat Dir gefallen?
Ich habe gut gespielt und wurde von den anderen angefeuert. Ich bin zwar nicht die Beste gewesen, aber im Gegensatz zu den vorhergehenden Deutschen war ich diesesmal meistens zufrieden.

Bei S wie Schumacher darf man auch nicht vergessen, dass Silvias große Schwester Sarah die überragende Spielerin bei den Juniorinnen war und auch für die EM in Schweden nominiert wurde: http://www.minigolfsport.de/jugend.php?subpage=14&s=&details=1027&text=Jugendturniere

schumacher

S wie Siegerehrung

Siegerehrungen gibt's bei der DJM gleich zweimal. Nach dem zweiten Tag stehen nämlich schon die "Abteilungsmeister" und die "Mannschaftssieger" fest. Und die werden am Platz präsentiert und geehrt. Beim Abschlussabend dann die Siegerehrung Teil 2 - auch mit den Siegern der "Königswertung", also der Kombination nach zwölf Runden. Die, die da unten auf dem Mannschaftsfoto nicht mehr ganz so jugendlich aussehen, sind die Betreuer/innen. Beobachtet man diese während des Turniers, dann kann man sagen: Minigolf macht/hält fit. Fit wie ein Turnschuh ...

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Siegerehrung bei den Jugendmannschaften: MGC Mainz gewann vor dem MSK Neheim-Hüsten und dem BGC Leipzig - Gratulation! Foto: DMJ

S wie Sonderball zur DJM 2017

Der Sonderball zur DJM 2017 in Neheim Hüsten ist richtig gut gelungen - und auch im Einsatz auf dieser Bahn, z.B. die lackierte Variante an der 2 auf Beton, der Unlackierte am Winkel auf Eternit, der Raulack an der 5 (bei Regen) und 14 auf Beton.

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Der Ball ist mit dem neuen 3D-Uppsala-Lack lackiert --
UML / UMX / MR - orange - 62 cm / 39 shore / 59 g
Preise: pro Ball: 17,00 €, pro Set (UML / UMX / MR): 50,00 €

T wie Turnierbüro

Auf einer Deutschen Jugendmeisterschaft stehen die im Blickpunkt, die die Topleistungen auf die Bahn bringen - blaue Runden spielen, Medaillen gewinnen. Andere stehen im Hintergrund, die die Topleistungen unterstützen, indem die Organisation "smooth" läuft. Ohne Allüren, als Dienstleister, die wissen, dass dieses Wort aus den Bestandteilen DIENEN und LEISTEN besteht. Es hat viel Spaß gemacht, dass hier in Neheim-Hüsten unter Leitung von Sven Klöckener zu erleben.
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U wie unlackiert

Minigolf folgt einer interessanten "Regel": Die Zahl der Spieler/innen und Vereine nimmt ab. Das geht vielen Sportarten so. Gleichzeitig nimmt die Zahl der Bälle weiter zu. Auch die in unlackierter Version. Der bestverkaufte dieser DJM 2017 ist aber derjenige von den Orangen, der nicht auf dem Bild ist: der Raulack.

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V wie Vater und Mutter

... zittern hier mit Lauro Klöckener vom MSK Neheim-Hüsten, der mit diesem Schlag am Winkel die Silbermedaille in der Eternitwertung im Stechen gegen den Mainzer Silvio Krauss gewann. Stets nah dran war natürlich auch "Ömmes" Krane als Chefcoach des MSK, der u.a. auch für die Betreuung seiner beiden Töchter zuständig war.

vater und mutter

vater und tochter 

V wie Vereine

Besonders erfolgreich bei dieser DJM 2017 sind der MGC Mainz und der gastgebende MGC Neheim-Hüsten, denn sie waren in fast allen Kategorien in den Medaillen bzw. vorne mit dabei. Kein Wunder, diese Vereine sind seit Jahren besonders aktiv in der Nachwuchsarbeit.
Für die Vereine generell darf man sagen, dass sich die Form der Spielgemeinschaft bewährt hat, weil sie dazu führte, dass mehr Mannschaften in den Teamwettbewerben "auflaufen" konnten. Allen, die gezielt oder zufällig dies hier lesen, sei folgender Link ans Herz gelegt: http://www.lsb-sachsen-anhalt.de/2015/o.red.r/sportkongress2015.php

 

 

W wie Weitschlag Auf Bahn 7 der Betonbahn mutiert der Minigolfer zum Golfer.


Glücklicherweise ist der Zielkreis hier kein kompliziertes Putting-Green, sondern ein Endkreis mit Gefälle zum Loch und (fast) Assgarantie. Heben vom Tee auf oder neben dem Reifen, Aufticken möglichst im Zielkreis, hoch ins Netz (mit schönem Vereinslogo gestaltet), Ausrollen im Kreis zum Rausholen aus dem Loch.

 

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X wie xwieviel Bälle

DMJ 2017 neben der Turnierbahn - Motto: "Der junge Minigolfer möchte aus dem Bälle- Paradies abgeholt werden!" :-)

20031546 1969558623263478 1458829003133775793 n

Y wie "In The Year 2525"

"In the year 2525, if man & woman are still alive
If Minigolf can survive, they may find ???"
https://www.youtube.com/watch?v=izQB2-Kmiic

Z wie Zeckenalarm

Diese Besucher auf der Haut braucht kein Mensch. Manchmal kann man aber ungebetenen Besuch nicht vermeiden. Passt bitte auf (auch kleidungstechnisch)! Und für den Fall der Fälle steht eine Zeckenzange und ein Desinfektionsspray im Turnierbüro des MSK Neheim-Hüsten e. V. bereit.


 

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